Heiko Boknecht schwimmt dreimal in die TOP8
Mit dem Staffeltag gingen die achttägigen Schwimmwettkämpfe der World Aquatics Masters Championships in Singapur zu Ende. Zurück liegen sieben vollgepackte Wettkampftage, an denen gut 4.500 Masters-Teilnehmer aus 65 Ländern täglich ab 9.00 Uhr in zwei verschiedenen Wettkampfbecken um gute Schwimmzeiten und Titel kämpften. Knapp 15.000 Starts wurden ins Wasser geschickt bei dieser dritten WM innerhalb von sechs Jahren in Südostasien. Im OCBC Aquatic Center und in der WCH Arena, dem Schwimmstadion, in dem vorher die Elite geschwommen sind, standen jeden Tag maximal drei verschiedene Strecken auf dem Programm, wobei Männer und Frauen die Wettkampfstätte täglich abwechselten. Beide Stadien lagen in direkter Nähe zentral am National Stadion. Dieser Sports Hub fast in Zentrumsnähe mit direktem U-Bahn-Anschluss (MRT) ließ keine Wünsche offen. Es stand jeweils ein 50m Ein- und Ausschwimmbecken zur Verfügung und nach Wettkampfende konnte alle Pools für 60 Minuten von alles akkreditierten Teilnehmern genutzt werden. Eine hervorragend organisierte WM der ganz kurzen Wege.
Unterbrochen wurde das Wettkampfprogramm allerdings vom Nationalfeiertag am 9. August, an dem alle Schwimmstätten geschlossen blieben. So hatten alle Schwimmer Gelegenheit, die prächtigen Feierlichkeiten, die über die ganze Stadt verteilt waren, selbst mit zu erleben. Die meisten Sportler nutzten auch sonst jede freie Minute, um die Eindrücke Singapurs zu erleben und einzusaugen. Ob Marina Bay, Sentosa Island, Little India oder Chinatown… die Stadt bietet jede Menge Attraktionen, die einen Ausflug weg vom Wettkampfpool wert waren.
Für den QTSV hatte sich als einziger Teilnehmer Heiko Boknecht für die weite Reise nach Singapur entschieden. Er ging insgesamt vier Mal an drei Tagen an den Start. Den Auftakt bildeten am zweiten Wettkampftage die 100m Brust austragen im temporären Becken der WCH-Arena. Nach nur kurzer Akklimatisierung stellten 1:18,80 (3/10 Sekunden über der Saisonbestzeit) einen gelungenen Auftakt dar. Platz 11 gegen die komplett vertretene Weltspitze in der AK55 waren ein sehr gutes Ergebnis. Erwartungsgemäß fehlte wegen der lange Anreise, der Zeitumstellung und der hohen Luftfeuchtigkeit nur knapp 100 km vom Äquator entfernt noch etwas die Spritzigkeit. Nach einem Tag Pause (National Day) standen mit den 400m Lagen die längste und anspruchsvollste Strecke auf dem Programm. An einen Medaillengewinn wie im Vorjahr bei der WM in Doha war nicht zu denken. Nach eher durchwachsenen Ergebnissen in der Vorbereitung waren 5:40,21 und Rang 7 mit deutlicher Saisonbestleistung aber ein mehr als respektables Ergebnis. Dieser Start war der erste von drei Starts in der OCBC-Arena, dem Schwimmstadion in Singapur. Nach wieder einem Tag Pause standen am fünften Wettkampftag die beiden wichtigsten Strecken auf dem Programm. Den Auftakt bildeten die 200m Brust. Auf der Außenbahn des schnellsten Altersklassen-Laufes gelang Heiko ein TOP-Rennen, dass mit dem finalen Platz 7 und abermals Saisonbestleistung in 2:49,11 endete. Auch auf den abschließenden 200m Schmetterling – einer weiteren anspruchsvollen Strecke - ließ es sehr gut. Abermals auf der Außenbahn 9 blieb die Uhr nach sehr guten 2:39,14 stehen. Dies bedeute Rang 8 im Klassement. So standen am Ende bei vier Starts drei TOP8 heraus – eine Bestätigung für die Trainingskilometer und den damit verbundenen Aufwand.
Die Leistungsdichte dieser WM war unglaublich hoch bei diesen Schwimmwettkämpfen. Bis auf ganz wenige Ausnahmen waren die Besten der Besten am Start. Insgesamt wurden 32 Weltrekorde und 131 Championship Records aufgestellt. Bleiben werden neue und vertiefte Freundschaften, anstrengende aber tolle Wettkämpfe auf einem anderen Level, eine atemberaubende Stadt und wieder ganz neue Erfahrungen und Eindrücke aus dem faszinierenden Südostasien.





