Anka Lukannek unterbietet die Minute - vier Kreis- und Vereinsrekorde

Damen-Team erkämpft vierten Platz mit 10.012 Punkten

Viele Up's, aber auch einige Down's musste das QTSV-Damen-DMS-Team beim diesjährigen Bezirksliga-Wese-Ems-Durchgang meistern. Eine Woche nach dem erfolgreichen Auftritt der Herren in der Landesliga, wollten es die Damen ihnen im Osnabrücker Nettebad nachmachen.  Dies gelang dem vom Christian Gärtner betreuten  achtköpfigen Team  in Form von je vier Kreis- bzw. Vereinsrekorden und zehn persönlichen Bestmarken. Angeführt von den beiden Leistungsträgerinnen Anka- Lukannek und Tina Tapken gelang am Ende ein guter vierter Platz mit 10.012 Punkten.

DMS Bezirksliga Weser-Ems 2015_3

 

Herausragendes Ergebnis des Teams sowie der ganzen Veranstaltung war die Zeit von Anka-Lukannek über 100m Freistil. In fantastischen 0:59,36 (634 FINA-Punkte) schwamm sie erstmals und absolut deutlich unter der Schallmauer von einer Minute - ein großer Moment für die 18jährige Schülerin. Damit ist sie die erste Schwimmerin des QTSV und der  Kreises, die jemals diese Grenze unterboten hat. Im Bezirk ist sie die Nummer 2. Zuvor gelang ihr auf der halben Distanz ebenfalls Vereins- und Kreisrekord in 0:27,92. Auf der doppelten Distanz holte sie sich ebenfalls den Kreisrekord, der nun bei 2:14,06 steht. Zum Schluss erzielte sie in 4:52,13 eine neue Bestzeit und verfehlte nur knapp den bestehenden Kreisrekord. Sie kam auf 2.297 Punkte.  Der vierte Kreis- und Vereinsrekord gelang Tina Tapken.  Im mit Spannung erwarteten 200m Schmetterling-Rennen wuchs die 24Jährige über sich hinaus und steigerte den letzten Kreisrekord aus den 80er Jahren um satte 9 Sekunden auf hervorragende 2:35,26. Das letzte Rennen der Veranstaltung - 100m Freistil - beendete sie ebenfalls mit dem Tagessieg und einer weiteren Bestzeit von 1:02,10 (554 Punkte). Ihr gelang zudem eine Hausrekord über 400m Lagen. Über 100m Schmetterling (1:08,98) fehlte nur 1/10 Sekunde zur aktuellen Bestleistung. Tina steuerte 1.942 Punkte bei.

Vier weitere Schwimmerinnen absolvierten bei dem  DMS-Durchgang mit 16 Damen - und 10 Herrenteams die maximale Anzahl von vier Starts. Auf 1.778 Punkte kam Lidia Hackmann. Sie konnte in Osnabrück ihre volle Leistungsstärke leider nicht nicht ganz ins Wasser bringen. Ihre beste Leistung zeigte sie über 100m Brust (1:20,55/464 Punkte). Den bei der DMS wichtigen Teamgeist, den die DMS - eine Mannschaftsmeisterschaft - ausmacht, zeigten Kristin Haidukiewitz, Katharina Winkel, Carina Krug und Sophie Mlitzke. Ein Platz unter den ersten drei Mannschaften war anvisiert. Jedoch konnte durch einen krankheitsbedingten Ausfall schon nicht die optimale Aufstellung erfolgen. Zudem machten der Ausfall von Helga Linnenbaum im Wettkampf sowie eine Disqualifikation Umstellungen "on the fly"  notwendig. Kein Problem für alle vier und auch "ungeliebte" Strecken wurden geschwommen. Rückenschwimmerin Carina Krug hatte mit den disziplinfremden Strecken 800m Freistil und 200m Brust kein Problem. Auch die Disqualifikation über 100m Rücken brachte sie nicht aus dem Rhythmus.  Mit Wut im Bauch gelang ihr hier in 1:24,99 eine deutliche Steigerung und die beste Leistung. Katharina Winkel überzeugte mit 1.155 Punkten und brachte Dank ihrer Wettkampferfahrung anspruchsvolle Strecken wie 200m Lagen und 200m Schmetterling sehr gut ins Ziel. Auf 1.400 Punkte kam Kristin Haidukiewitz. Die Teilnahme am letztjährigen DMS-Masters-Bundesfinale hatte ihr viel Spass und Motivation bereitet. Sie reiste extra aus dem österreichischen Vorarlberg an. Neben den guten Rückenzeiten (1:19,80 bzw. 3:00,84) ragten 0:29,86 über 50m Freistil (471 Punkte) heraus.  200m Rücken schwamm Sophie Mlitzke trotz noch nicht auskurierter Krankheit. Dies brachte aber die notwendigen Punkte, um zumindest die 10.000 Punkte zu knacken und den vierten Platz zu erreichen. Bedingt durch die Disqualifikation und den Ausfall konnten leider die zweiten 800m Freistil nicht besetzt werden. Im Normalfall - also ohne Krankheit - hätten die QTSV-Mädels um den Sieg mitgekämpft. 

Der Sieg ging am Ende kurioserweise an zwei Teams. Sowohl die SG  Region Oldenburg II als auch der SC Delmenhorst kamen auf 11.088 Punkte. Dritter wurde die zweite Mannschaft des Ausrichters SG Osnabrück mit 10.434 Punkten.