QTSV wird Siebter

Im Endkampf um die Mannschaftsmeisterschaften der Masters in München gab es einen neuen, wenn auch bekannten Sieger: Die Mannschaft der SG Dortmund gab nach scheinbarem Rückstand im ersten Abschnitt die Führungsposition nicht mehr ab. Eine Disqualifikation gleich im zweiten Wettkampf über 100 Brust führte zu niedrig aussehendem Punktestand, der dann durch das Nachschwimmen katapultartig in die Höhe ging. Der Sieger des Vorkampfes Niedersachsen/Bremen TSV Quakenbrück  belegte einen hervorragenden siebten Platz und machte gegenüber dem Vorkampf vier Plätze gut. Es war die beste Platzierung der Artländer im Bundesfinale bei der vierten Finalteilnahme in Folge.

Bundesfinale DMS Masters München 2016_1

 

 

Das 18 Teams umfassende Finale mit sechs Mannschaften aus Berlin, fünf aus NRW, zwei aus Bayern sowie je einem aus Hessen, Südwest, Hamburg, Niedersachsen und dem Saarland war gut vorbereitet vom MSV München im Hallenbad Harlarching-Giesing, gleich neben dem Trainingsgelände des FC Bayern München an der Säbener Straße. Der Wettkampf lief zügig durch, Spannung und Begeisterung steigerten sich im Laufe der Veranstaltung, übertrugen sich auf alle, Kampfgericht, Helfer, Organisatoren und Aktive. Die Lautstärke in der Halle war ohrenbetäubend.

Die Aufstellung des zehnköpfigen QTSV-Team war gegenüber der erfolgreichen Titelverteidigung beim Vorkampf Niedersachen/Bremen in Delmenhorst an einigen Stellen verändert worden. Sehr gut eingestellt gingen die Aktiven an den Start und schwammen bei 19 von 24 Starts schneller als der Plan. Jeder QTSVer konnte sich steigern. Im Schnitt wurden 779 Punkte pro Start erzielt (1.000 Punkte = Deutscher Rekord), 28 Punkte mehr als im Vorkampf.

Zwei Vereins- und Kreisrekorde

Die besten Leistungen gelangen Nicole Heidemann. Die 34Jährige schwamm über 100m Brust (1:09,79) und 100m Lagen (1:06,03) neue Vereins- und Kreisrekorde. Über 100m Brust (988 Punkte) verpasste sie ihren eigenen Rekord nur um 2/10 Sekunden und ließ der Olympia-Starterin von Peking 2008 Sonja Schöber (SG Dortmund) keine Chance. Eine starke Zeit, knapp über dem Kreisrekord, schwamm Andreas Stein über 200m Brust mit 2:24,83 (913 Punkte). Christian Gärtner ließ über 200m Freistil in 1:58,33 der Konkurrenz keine Chance und holte 895 Punkte über 100m Freistil in 0:53,35. Im 800 Punkte-Bereich lagen Christina Spiske, die über 50m Rücken (0:32,38/839 Punkte) ihre Top-Leistung schwamm und Ann-Kathrin Lukannek. 1:01,70 über 100m Freistil gaben 825 Punkte für die 20Jährige Medizinstudentin. Christina Tapken und Heiko Boknecht kratzen an der 800er Marke (200m Freistil/2:17,28(774),200m Lagen/2:26,56(786)). Deutlich mehr Punkte als geplant gelangen Isa Schevzov (800m Freistill/10:52,92) und Pavel Schevzov (200m Lagen/2:28,50). Ein Heimspiel hatte Andreas Haidukiewitz, er hatte aus München nach München die kürzeste Anreise. 100 Rücken (1:06,99) waren seine beste Leistung.

Die Siegerehrungen mit allen beteiligten 18 Mannschaften zeigten sowohl dem Veranstalter als auch dem Ausrichter, dass es gut war, die Reise nach München auf sich genommen zu haben. Mit La-Ola- Wellen für den Ausrichter endete die Siegerehrung.

Endstand nach 24 Wettkämpfen:

1. SG Dortmund NRW 22.198
2. SG Neukölln Berlin BER 21.283
3. Berliner TSC BER 21.055
4. SG Mülheim NRW 20.964
5. WSV Speyer SÜW 19.224
6. SSF Bonn NRW 18.956
7. TSV Quakenbrück NDS 18.705
8. SCW Eschborn HES 18.287
9. SG Mönchengladbach NRW 17.905
10. SC Poseidon Berlin BER 17.840
11. Zehlendorfer TSV BER 17.534
12. SG Stadtwerke München BAY 17.420
13. BSC Robben Berlin BER 17.143
14. SSG Saar Max Ritter SAR 16.880
15. SGS Hamburg HH 16.332
16. SC Regensburg BAY 16.120
17. SV Blau-Weiß Bochum NRW 15.958
18. SG Schöneberg Berlin BER 15.218