Europarekord knapp verpasst - zwei Deutsche Rekorde durch QTSV-Staffeln

471 Teilnehmer aus 43 Vereinen trafen sich im Nettebad Osnabrück zur Ermittlung der Bezirks- und Bezirksjahrgangsmeister auf der Langbahn. 43 Vereine mit 2.427 Meldungen hatten für eine sehr gute Resonanz gesorgt. 14 QTSVer absolvierten 42 Einzel- sowie 4 Staffelstarts. Hinzu kamen zwei "spezielle" Meldungen. Die QTSV-Herren hatten über 4*100m bzw. 4*200m Freistil Rekordversuche im Alleingang in der Alterklasse 120-159 Jahre angemeldet. Am Samstag visierten Stefan Middendorf, Andreas Haidukiewitz, Martin Kesse und Christian Gärtner folgende Zeiten an: 3:45,93 (Deutsche Rekord) und 3:41,12 (Europarekord). Alle vier gingen zuvor im Einzel zum "Warmwerden" an den Start. Die Addition der Einzelzeiten ergab 3:47,50. Beim Rekordversuch Nachmittag waren die Zeiten deutlich schneller. Unter den Anfeuerungsrufen der vielen Teilnehmer fehlten am Ende nur 8/100 Sekunden zum Europarekrod. Der deutsche Rekord wurde in 3:41,20 deutlich um über vier Sekunden verbessert. Damit hält das Quartett den Rekord in der AK 100- 119 Jahr und nun auch in der AK 120-159 Jahre.

Bezirksmeisterschaften 2017 Osnabrück_1

Über 4*200m Frestil lagen die Rekorde bei 8:39,35 (D) bzw. 8:27,22. In gleicher Besetzung und Reihenfolge betrug die Endzeit beim Anschlag 8.29,97. Somit wurde ebenfalls ein neuer Deutscher Rekord erzielt. Sowohl 55,20 als auch 2:07,49 im Schnitt auf der 50m Bahn sind sehr bemerkenswerte Zeiten. In der Bezirksmeisterschaft-Konkurrenz erreichten Stefan, Michal Adamcyzk, Christinan  und Martin mit sehr guten 4:19,81 die Vizemeisterschaft über 4*100m Lagen. Die 4*100-Zeit hätte den Sieg bedeutet, die 4*200m-Zeit Rang zwei. Die QTSV-Mädels schwammen hier in der Besetzung Christina Tapken, Lidia Hackmann, Isa Schevzov und Ulrike Nestmann mit neuem Kreisrekord von 9:56,09 auf den Bronzerrang. Somit gab es in den Staffeln zwei offene Medaillen. In den Einzelkonkurrenzen schwamm Christian als Dritter über 100m Freisitl (55,74) auf das Podest. Dies war gleichzeitig mit 596 Fina-Punkten die beste QTSV-Männer-Leistung. Bei den Damen gewann Ulrike in 36,28 als Dritte ihre erste offene BM-Medaille. Die beste QTSV-Frauen-Leistung schwamm über 100m Freistil Christina Tapken. In 1:03,56 blieb sie nur 2/100 Sekunden über ihrer Bestleistung (549 Punkte). Insgesamt gab es 18 Zeiten, die 500 Punkten und mehr entsprachen, davon zehnmal bei den Herren und achtmal bei den Damen. Ausdruck eines hohen Leistungsniveaus.

Zehn Jahrgangstitel - sechs aktuelle DJM-Qualifaktionen 

Sieben der 14 QTSVer gingen in den Jahrgangswertungen an den Start. Hier konnten insgesamt 15 Medaillen, davon allein zehn Siege ins Artland geholt werden.Viermal erfolgreich war Michal Adamcyzk. In der Juniorenwertung war er auf den 200m Strecken nicht zu schlagen und siegte über Rücken, Freistil, Lagen und Brust. Er erzielte dabei drei Bestleistungen und platzierte sich mit sehr guten 2:37,31 über 200m Brust - gleichzeitig seine beste Leistung - vorläufig (Rang 21) in der Quali-Liste für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften (DJM). Bislang war er dort über als 28. über 100m Brust vertreten.

Je drei Jahrgangsmaeisterschaften gingen an Lidia Hackmann und Ulrike Nestmann. Auch Lidia siegte auf den 200m Strecken. Auf Lagen, Freistil und Brust ging nichts an ihr vorbei. Ihre Leistungen waren durchschnittlich 509 Punkte wert. Auch Lidia ist über 200m Brust (25) in der aktuellen Quali-Liste enthalten. Ulirke Nestmann steht hier zur Zeit dreimal. Die dreifache Bezirksjahrgangsmeisterin über 50m, 100m und 200 Brust ist eben dort als 19., 17. btw. 29. zu finden. Im direkten Duell über 200m Brust hatte als vor 14 Tagen diesmal Ulrike in 2:53,59 die Nase vorn (Lidia 2:54,13).

Knapp am Medaillenpodium vorbei schwammen Georg Hackmann (Jg. 06) und Till Küthe (Jg. 04). Georg wurde u.a. Vierter über 50m Rücken (44,40), Till Vierter über 50m Brust (39,70). In die Urkundenränge als Achter schwamm Yannick Riepe (Jg. 04). Den Rückensprint beendete er nach 39,07 Sekunden. Dem Trio gelangen bei zehn Starts neun neue Bestleistungen - was will man mehr. Entsprechend zufrieden mit den Ergebnissen war Trainer Christian Gärtner zum Ende der zweitägigen Veranstaltung.