Drei Titel für Heiko Boknecht - alle QTSVer schwimmen auf das Podest

Nach 15 Jahren kehrten die Masters in die Universitätsstadt an der Saale zurück, um dort die Deutschen Meister auf den langen Strecken zu ermitteln. An drei Wettkampftagen wurden die nationalen Titelträger in 14 verschiedenen Einzel- und fünf Staffeldisziplinen ermittelt. Das Ausrichtergespann SV Halle und SSV70 Halle Neustadt konnte knapp 500 Teilnehmer aus 206 Vereinen, darunter fünf europäische Teams, mit 986 Meldungen zur 25. Ausgabe der Titelkämpfe begrüßen. Die QTSV-Schwimmabteilung war mit fünf Sportlern nach Sachsen-Anhalt gereist.

35. Int. Deutsche Meisterschaften der Masters

 

 

Diese konnten drei Einzeltitel für sich entscheiden sowie jeweils zwei silberne und bronzene Medaillen gewinnen. Durchschnittlich 1.820 Wettkampfmeter absolvierte das Quintett in der 50m Halle im Stadtteil Neustadt. Jeweils 2.300m schwammen Martin Kesse, Christina Tapken und Isabell Schevzov. Alle drei starteten sowohl über 1.500m Freistil und die anschließenden 800m Freistil. Mit persönlicher Bestzeit konnten sich sowohl Tina als auch Isa als Dritte über Edelmetall freuen. Für Martin blieb der undankbare vierte Platz. Am gleichen Wettkampftag folgten noch 800m Freistil. Den beiden Damen waren die 30 Bahnen Freistil durchaus anzumerken. Beide belegten Rang fünf. Bei den Herren ging neben Martin auch Heiko Boknecht ins Rennen. Das Laufsetzung ergab, dass beide auf der gleichen starteten. Erst auf der letzten Bahn konnte sich Martin absetzen und lag am Ende zwei Sekunden vor Heiko. So sicherte sich Martin die Vizemeisterschaft. Heiko belegte Rang fünf.

Am zweiten Wettkampf folgen 400m Lagen. Den Auftakt machte hier Winfried Reumann. Nach mehreren Jahren Pause teilte er sich die komplexe Strecke sehr gut ein und schwamm deutlich schneller als erwartet. Er freute sich ebenfalls über DM-Silber. Knapper als erwartet ging das Rennen für Heiko Boknecht aus. Durch einen sehr anstrengenden, aber erfolgreichen Schlußspurt setzte er sich als Sieger durch und verteidigte seinen Vorjahrestitel. Die Titelverteidigung hatte er sich auch über 200m Brust vorgenommen. Zuvor galt es jedoch noch 200m Schmetterling zu absolvieren. Nach einem spannenden Dreikampf setzte er sich hier zunächst etwas überraschend mit 12/100 Sekunden gegen den Titelverteidiger durch. Nur 13 Läufe später standen dann die 200m Brust auf dem Programm. Auch hier gelang nach einem kontrollierten Rennen die Titelverteidigung. Damit standen erstmals drei Einzeltitel einer Deutschen Meisterschaft auf der 50m Bahn zu Buche. Nur knapp verfehlte Winfried Reumann den dritten Platz auf dieser Strecke nach einen nochmals gut geschwommenen Rennen.

Mit sieben Medaillen, fünf persönlichen Bestzeiten und ansonsten ausschließlich Saisonbestleistungen konnte für den ersten Saisonhöhepunkt der Masters ein positives Fazit gezogen. Die Umstellung auf die lange Bahn bereite überhaupt keine Probleme und die Zeiten waren ansprechend, obwohl keine besondere Vorbereitung erfolgte.