Der TSV Quakenbrück war mit Damen und Herren in der Landesliga Niedersachsen dabei

Wie jedes Jahr steht das erste Februar Wochenende im Schwimmsport ganz im Zeichen des Deutschen Mannschaftswettbewerb Schwimmen kurz DMS. In der ersten, den drei zweiten Bundesligen sowie den diversen Landesligen wurden bei den stimmungsvollsten Veranstaltungen des Jahres die Sieger, Auf- und Absteiger ermittelt. Im Vergleich zu den Vorjahren hatte sich die Wettkampffolge jedoch geändert und wurde um die verbleidenden drei 50m Strecken sowie 100m Lagen ergänzt. Zudem mussten je einmal 800m und 1.500m Freistil geschwommen werden. Dafür wurde die Zahl der möglichen Starts je Aktiven von vier auf fünf erhöht.Als einer von vier Schwimmvereinen, die sowohl mit einer Damen- als auch mit einer Herrenmannschaft in der Landesliga Niedersachsen vertreten sind, ging zum zweiten Mal nach 2018 die Quakenbrücker Schwimmabteilung im Nettebad Osnabrück an den Start. 

DMS Landesliga 2020_1

 

Während das Herrenteam schon seit 2007 in der Landesliga startet, waren die Damen als Aufsteiger dabei. Unter den 10 teilnehmenden Mannschaften galt es mindestens Platz 8 zu erreichen, um den Klassenerhalt zu sichern. Diese Mission gestaltete sich jedoch angesichts der Absteiger aus den beiden höheren Ligen äußerst schwierig, weil mindestens jeweils ein niedersächsicher Verein als Absteiger aus der zweiten Bundesliga feststand. Zudem war die Konkurrenz durch die letztjährigen Absteiger und das nochmals gestiegene Leistungsniveau äußerst groß.

Bei dem Damenteam bestehend aus Frederike Gründel, Lidia Hackmann, Ann-Kathrin Lukannek, Ulrike Nestmann,Isabell Schevzov, Severine Schmitz, Christina Tapken und Sonja Wistuba hatte insbesondere Leistungsträgerin Christina Tapken berufs- und verletztungsbedingt nur sehr eingeschränkt trainieren können. Der Großteil sowohl des Damen- als auch des Herrenteams hatte jedoch einen guten Trainingszustand. Das das Klassenverbleib nur sehr zu erreichen war, wurde dann von Anfang klar.Trotz großem Kampf und einigen neuen Bestleistungen blieb am Ende mit 15.311 Punkten nur der neunte Platz und damit der direkte Wiederabstieg. Das ausgelobte Ziel von 15.717 wurde um knapp 400 Punkte verfehlt, auch weil Christina Tapken auf Grund der weiterhin bestehenden Schulterprobleme nicht voll gehen Konto. Allerdings hätte auch diese Punktzahl nicht für eine bessere Platzierung gereicht.
Herauszuheben ist Lidia Hackmann, die mit 2.431 Punkten erstmals die eifrigste Punktesammlerin war. Sie überzeugte insbesondere auf den Bruststrecken und schwamm persönliche Bestleitung auf dem Brustsprint in schnellen 0:35,35 (527 Punkte). Die höchste Punktzahl (531 Pkt.) erschwamm Ann-Kathrin Lukannek durch eine 1:02,03 über 100m Freistil. In Summe lag sie nur 15 Punkte hinter Lidia.

Die Herren waren altersmäßig breit gestreuten Team am Start. Gestandene Kräfte wie Christian Gärtner, Andreas Haidukiewitz, Martin Kesse, Stefan Middendorf und Pavel Schevzov ergännzt um die alten Meister Hartmut Anneken und Heiko Boknecht sowie die Youngster Bogdan Savun, Till Küthe und Yannick Riepe. Damit brachten sie eine Altersspanne von 36 Jahren an den Start, hatten aber die nicht die ältestesten Sportler am Start. Wie bei den Damen war das Starterfeld extrem ausgeglichen und stark. Trotz guten Beginns und Leistungen an der Vorgabe(15.647 Pkt.) blieb wie bei den Damen nur der neunte Rang. Denn insbesondere auf Grund eines sehr guten zweiten Abschnitts gelang es nicht, Rang acht oder sieben zu erobern. Die Konkurrenz aus Wolfsburg und Barsinghausen konnte leider stets kontern. Mit 2.565 Punkten sammelte Christian Gärtner, in Doppelfunktion als Trainer und Aktiver am Start, die meisten Punkte. Auf nur 14 Punkte weniger kam Andreas Haidukiewitz, der u.a. mit neuer Bestzeit über 100m Lagen überzeugte. Ebendalls eine starke DMS schwamm Martin Kessen. Er kam auf 2.522 Punkte. Über 400m Lagen gelang ihm zudem eine neue Bestleistung. Die beste Herren-Leistung (586 Pkt.) schwamm Stefan Middendorf durch eine 0:24,21 über 50m Freistil. Eine überzeugende Leistung lieferte Routinier Heiko Boknecht u.a. mit einer 2:38,65 über 200m Brust ab. Die Youngter Yannick Riepe und Bogdan Savun gelangen zwei bzw. drei persönliche Bestleistung.Till Küthe, Pavel Schevzov und Hartmut Anneken waren ebenfalls auf den Punkt fit.
Dennoch bedeuteten 15.572 Punkte nach 34 Wettbewerben Rang neun und damit einen direkten Abstiegsrang. Nach 13 Jahren müssen die Herren damit leider den Gang in die Bezirksliga antreten, jedoch in dem Wissen, alles für den Klassenerhalt getan zu haben und neidlos anzuerkennen, dass die anderen Teams einfach stärker waren.

Sieger bei den Damen wurde das Teams des Ausrichters VfL Osnabrück mit 17.894 Punkten. Bei den Herren setze sich Hannover 96 mit 17.503 Punkten durch.