Rückkehr in den Wettkampfbetrieb

Nach fast 6 1/2 Monaten endete für 103 Athleten die Wettkampfabstienz. Die QTSV Schwimmabteilung hatte sieben Vereine eingeladen, um im sog. Re-Start-Meeting endlich wieder unter Wettkampfbedingungen zu starten. Nach einem eng mit dem Badbetreiber abgestimmten Konzept waren die Anzahl der Starts und Teilnehmer reglementiert. Alle Vereine erhielten einen festzugewiesen Platz im Freibadbereich, um so Platz zu schaffen und eine "Vermischung" zu vermeiden. Der Einlass ins Bad erfolgt vereinsweise, das Einschwimmen ebenfalls. Der Zugang zum Start erfolgte ausschließlich zum Wettkampf und nur per sog. Vorstart. Alle Rennen waren aber im Livetiming verfügbar und die Ergebnisse waren ausschließlich online verfügbar. Insgesamt nahm dies etwas mehr Zeit in Anspruch als sonst üblich, jedoch ging das Konzept zu 100% auf. Alle Beteiligten verhielten sich absolut diszipliniert und so konnte der vorgegebene Zeitplan exakt eingehalten werden.

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Festzustellen war, dass die mittlerweile lange Phase des Trainings unter Corona-Bedingungen zu einer nachhaltigen Verbesserung der Disziplin geführt und die Sportler richtig "heiß" auf einen Wettkampf war. Alle Anfragen bei den sieben befreundeten Vereine, ob sie Interesse an einem Wettkampf hatten, wurden in kürzester Zeit mit ja beantwortet. Gedacht war der Wettkampf - einer der ersten Wettkämpfe in Deutschland im Hallenbad - neben dem Wiedereinstieg ins Wettkampfgeschehen auch als einzige und letzte Möglichkeit Pflichtzeiten für die Bezirksmeisterschaften zu schwimmen, die im Oktober stattfinden sollen. Wettkämpfe sind aktuell sehr rar.

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Auch dieser Ansatz ging auf. Gut bei der Hälfte (exakt 190) aller Starts aller Teams wurden persönliche Bestleistungen erzielt, was nicht unbedingt zu erwarten war. Geschwommen wurden alle 50m Strecken (Block 1), alle 100m Strecken außer 100m Lagen (Block 2) sowie alle 200m Strecken. Das größte Team stellte Waspo Nordhorn. Die Graftschafter lagen auch mit acht Tagessiegen und 43 Einzelsiegen ganz vorne. 7 Tagessiege gingen an den Wardenburger SC, der zudem 32 Einzelsiege erzielte. Dann folgte das hemische Team, dass bei zehn Startern vier Tagessiege und 15 Einzelsiege erzielte. Es folgen SV Wildeshausen (2/32), TuS Bramsche (2/10), TSV Ueffeln (1/13) und SG Wiste (1/7) sowie Blau-Weiß Lohne (0/24). Für den QTSV an die Spitze schwammen Christina Tapken (100m 200m Freistil), Martin Kesse (100m Freistil) sowie Ulrike Nestmann (50m Brust). Christina schwamm über 200m Freistill in sehr guten 2:15,47 mit 541 FINA-Punkten auch die beste Leistung bei den Frauen. Bei den Männer gelang dies Frank Stuckenberg vom Wardenburger SC durch 0:26,65 (543 Punkte) über 50m Schmetterling, gefolgt von Martin Kessen (100m Freistil (0:55,43/532 Punkte). Im QTSV -Team erzielten Bogdan Savun ,Till Küthe und Ole Kamphaus neue persönliche Bestmarken. Am Start waren darüber hinaus Severine Schmitz, Yannick Riepe, Pavel Schevzov und Heiko Boknecht. Trainer Christian Gärtner wird mit fünf gut vorbereiteten Aktiven zu den Corona-Bezirksmeisterschaften fahren - wenn sie tatsächlich stattfinden.

Das eingepsielte Organsationsteam der QTSV war mit dem Verlauf der Veranstaltung trotz der besonderen Umstände sehr zufrieden und konnte mit dem gut arbeitenden Wettkampfgericht und den ebenfalls gut aufgelegten Sportlern einen gelungenen Wiedereinstieg in den Wettkampfbetrieb abliefern. So viele zufriedene und glückliche Gesichter sah man selten.

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Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle noch einmal dem Team der Artländer Bädergesellschaft für die Untersützung.