Endlich ging es wieder um Titel, Zeiten und Rekorde

Auch acht Medaillen gehen ins Artland

Am Wochenende fanden die Deutschen Meisterschaften der Masters auf den kurzen Strecken statt. Nach 20 Monaten ohne Meisterschaften im Becken ging es im Freibad Raffteich in Braunschweig endlich wieder um nationale Titel. Immerhin 510 Schwimmerinnen und Schwimmer aus 205 Vereinen hatten für den dreitägigen Wettkampf gemeldet und freuten sich neben dem Wettkampf auch darauf, viele Bekannte wiederzutreffen und sich austauschen. Aus Quakenbrück war ein Quartett in die Löwenstadt gereist und war ebenfalls auf die nationale Konkurrenz gespannt. In den verschiedenen Altersklassen waren Meldezahlen und auch die Konkurrenz sehr unterschiedlich. Es war durchaus ein Wettkampf mit vielen Unbekannten. Richtiger Start, richtige Renneinteilung, richtiges Tempo, was haben die Gegner drauf....

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Von Start zu Start ging es besser. Am Ende konnten acht Medaillen bei 21 Starts erreicht werden. Ein erster Platz und somit der Titel des Deutschen Meisters war leider dieses Jahr nicht dabei. Im 200m Freistilrennen der Altersklasse 30 ging Christina Tapken als Favoriten ins Rennen, musste sich aber am Ende trotz schneller 2:19,82 der Gegnerin aus Kaufering knapp geschlagen geben. Über 200m Lagen (2.37,41) schlug Heiko Boknecht in der AK 50 als Sieger an, wurde jedoch wegen eines Wendefehlers disqualifiziert und brachte sich so um die Goldmedaille.

 

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Dreifache Vizemeisterin wurde Christina Tapken als Zweite über 100m und 200m Freistil bzw. 100m Schmetterling. Bronze gewann Tina zudem über 50m Freistil.

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Vizemeister wurde Heiko Boknecht über 200m Brust (2:52,73). Hinzukommen kommen der AK 50, in der gleich sechs deutsche Rekorde erzielt wurden, ein vierter sowie ein sechster Platz. Über einen sehr erfolgreichen Wettkampf freute sich Hartmut Lorenz. In der AK 65 durfte er sich bei den Siegerehrungen gleich drei Mal die Bronzemedaille umhängen - wegen des Corona-Protokolls - und zeigte wie die anderen Teilnehmer trotz des kühlen Wassers guten Leistungen. Vierte im Bunde war Severine Schmitz. In der wie immer stark und zahlreich besetzten AK 20 lief es für die Studentin auf den Freistilstrecken am besten. Am allerbesten auf dem 50m Sprint, auf der 200m Mittelstrecke fehlte nicht viel zu einer Bestleistung. Über Silber über 50m Schmetterling in starken 0:30,83 in der AK 20 freute Maureen Walker. Sie trainiert größtenteils in Quakenbrück, startet aber für den TuS Bramsche. 

Das Fazit aller Beteiligten fiel ein eindeutig aus: „Hervoragend.“ Die 52. Deutsche Meisterschaften Masters „Kurze Strecke“ in Braunschweig waren für alle Aktiven eine sportliche Standortbestimmung nach der langen Corona-Pause und gleichzeitig wurde das Wiedersehen freundschaftlich gefeiert. Bei allen Gesprächen am Beckenrand, im Vorstart oder auf der Startbrücke im Freibad Raffteich konnte man dies heraushören "endlich wieder Wettkampf". Und so überwogen die strahlenden Gesichter, auch wenn ab und zu ein Schauer für Nässe von oben und nicht nur im Wasser sorgte. Ein dickes Danke gilt dem Ausrichter SSB Braunschweig, die im herrlichen "Raffi" eine hervorragende Freibadveranstaltung ausrichtete. Mit einer Impfquote von 94 Prozent der Teilnehmenden bewiesen die Masters dann auch, wie sie Verantwortung übernehmen für ihren Schwimmsport. Nicht nur davon war DSV-Vizepräsident Wolfgang Rupieper bei seinem längerem Besuch vor Ort begeistert.

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