Mixed-Staffel und Christian Gärtner schlagen als Deutsche Meister an

Zehn nationale Medaillen - zahlreiche Spitzenzeiten

Das Stadionbad in Hannover war in diesem Jahr Austragungsort der siebten Meisterschaften der Masters auf der Kurzbahn. Mit 1.230 Teilnehmern aus 330 Vereinen gab ein Rekordstarterfeld. 4.470 Meldungen waren für die 2 1/2tätige Veranstaltung im Stadionbad eingegangen. Die Wasserfreunde 98 als Ausrichter standen vor einer großen organisatorischen Herausforderung angesichts der riesigen Teilnehmerzahlen und der Einschränkungen auf Grund des nicht fertigen Umbaus der Umkleiden und sanitären Anlagen. Den elf QTSVern konnte dies nichs anhaben, bei der EM in London hatten alle genügend Erfahrungen diesbzgl. gesammelt. So konnte ein Gesamtergebnis mit zehn Podiumsplätzen, zahlreichen Spitzleistungen und zwei nationalen Titeln erzielt werden. Das Ergebnis wäre noch günstiger ausgefallen, jedoch wurde die Meisterschaft am Sonntag auf Grund eines Unglückfalles abgebrochen und der letzte Abschnitt ging nicht in die Wertung ein.

7. Deutsche Kurzbahnmeisterschaft der Masters in Hannover_1

 

Beide Titel wurden am ersten Wettkampftag gewonnen, der mit sehr guten Ergebnissen begann. Über 200m Freistil zeigte Christian Gärtner (AK 35)eine famose Leistung und freute sich über die Titelverteidigung  in 1:56,34. Er führte dann als Schlussschwimmer das gemischte QTSV-Quartett zum Titel über 4*50m Freistil (AK 120-159 Jahre). Die Konkurrenz hatte an Position vier jeweils eine Frau gesetzt  - Christian flog in 0:23,55 quasi vorbei. Zum Team gehörten Pavel Schevzov, Christina Spiske und Christina Tapken. Die erste Medaille des Tages sicherte für den QTSV Heiko Boknecht (AK 45). In sehr schnellen 2:22,96 war nur ein Konkurrent schneller über 200m Lagen. Es fehlte nur 1/100 Sekunde zur Textilbestzeit. Riesig freute sich Christian Tapken (AK 25) über ihre erste Einzelmedaille auf de Kurzbahn. Über 200m Freistil lieferte sie sich mit ihrer Gegnerin ein tolles Duell und verbesserte sich auf Vizemeisterin auf 2:14,89.

Am zweiten Wettkamfptag kamen fünf weitere der sehr "modernen" Medaillen zum Kontingent hinzu. Christian zeigte auch über 100m Schmetterling eine Spitzenleistung. In genau 58 Sekunden wurde er Vizemeister. Rang drei bedeuteten 23,71 - nur 6/100 Sekunden über seinem alten Rekord - auf dem 50m Freistilsprint in einem überragend schnellen Teilnehmerfeld seiner Altesklasse. Knapp am Sieg vorbei schwamm Christina Spiske (AK 40). Nach 32,97 schlug sie als Zweite über 50m Rücken an. Leider rutschte Tina beim Start ab und konnte ihre Tauchphase nicht zur Gänze nutzen. In der gemischten 4*50m Lagenstaffel (AK 120-159 Jahre) gelang dies besser. Mit wiederum Pavel, Tina und Christian konnte mit neuem Kreisrekord (1:57,23) ein weiterer Vize-DM-Titel gewonnen werden. Bronze erkämpfte sich das Männer-Freistil-Quartett (AK 120-159 Jahre) mit Malte Stühmeier, Pavel Schevzov, Martin Kesse und Christian Gärtner in 1:39,40. Als Startschwimmer legte Malte in 26,15 eine neue Bestzeit vor.

Am dritten Wettkampftag sollten weitere Medaillen gewonnen werden. Den Auftakt machte Heiko Boknecht. Er konnte erstmals über 100m Rücken Edelmetall gewinnen. Sehr gute 1:08,97 bedeuteten Rang 3. Trotz einer sehr guten Zeit von 1:51,13 - nur 5/10 über dem Rekord - blieb Stefan Middendorf (29,79), Pavel, Martin und Christian in einem ebenfalls sehr schnellen Rennen "nur" Rang sechs in der Altersklasse 100-119 Jahre. Neben ihrer Einzelmedaille über 200m Freistil und fliegenden 29,9 über 50m Schmetterling überzeugte Tina Tapken als Vierte über 100m Schmetterling mit neuer Bestzeit von 1:07,47. Persönclichen Punkterekord konnte Hartmut Lorenz für sich verzeichnen. Über 50m Freistil blieben für den AK60-Starter die Uhren bei genau 30 Sekunden stehen (Rang 6). Ähnlich stark waren auch seine 100m Lagen (1:20,08). Zurück auf nationaler Ebene war Stefan Schröder (AK 25) und feierte als Achte über 200m Freistil ein gutes Comeback. Pavel zeigte in den Staffeln sehr gute Leistungen. In beiden Lagen-Staffeln waren seine 31er Brustzeien die Grundlage für die Medaillen. Winfried Reumann (AK 70) zeigte sich sehr zufrieden mit seiner Zeit von 1:49,91 über 100m Brust. Insbesondere über 50m Brust (47,08) war er sehr gut unterwegs. Doch leider ging diese Strecke auf Grund eines Todesfalles mit anschließendem Wettkampfabbruch nicht in die Wertung ein.

Aus diesem Grund fällt es nicht so leicht, einen Bericht über Erfolge und Leistungen einer Meisterschaft zu schreiben.