Nach Braunschweig im vergangenen Jahr stand nun zweiten Mal in vier Jahren das Stadionbad in Hannover im Mittelpunkt der norddeutschen Mastersszene. Trotz Meldebeschränkung und Kampfrichterstellung hatten 156 Vereine aus allen acht Mitgliedsverbänden des NSV 2.430 Meldungen für die zweitätige Veranstaltung abgegeben. Im großräumigen Stadionbad kamen zwar die 682 Teilnehmer unter, aber die insbesondere am Samstag ging die Veranstaltung dann doch zu lange. Von 09.00 bis 19.30 Uhr wurde geschwommen, unterbrochen von einer einstündigen Pause. Auch am Sonntag ging es 17.30 Uhr. Also zwei sehr lange Tage. Auf die Leistungen hatte dies keinen Einfluß, denn es wurden neben einigen nationalen Bestmarken (zehn), noch fünf Europa- sowie drei Weltrekorde erzielt. Zu einem solch frühen Zeitpunkt recht ungewöhnlich, für eine NDM noch viel mehr. Aber es zeigt drückt das hohe Leistungsniveau der norddeutschen Masters aus.
Levi Peußner wird erstmals Bezirksjahrgangsmeister
In Oldenburg und Osnabrück fanden in diesem Jahr die Bezirksmeisterschaften statt. Den Aufktakt machte die Jugend E (8 und 9 Jahre) im Oldenburger Hallenbad Kreyenbrück. Im Jahrgang 2017 ging Bezirksnachwuchskader-Athlet Levi Peußner erstmals bei einer Bezirksmeisterschaft an den Start. In seiner Hauptlage Rücken schwamm er knapp an seine Bestzeiten heran und belegte die Ränge vier (50m) und drei (100m). Auf den Freistilstrecken - diese Disziplin wurde im Training zuletzt fokussiert - verbesserte er sich deutlich. In einem knappen Rennen belegte er Rang vier über 50m. Über die doppelte Distanz sicherte er sich seine zweite Bronzemedaille. Über 200m schlug er dann die Konkurrenz und beendete das Rennen nach tollen 3:18,65 als Erster und Bezirksjahrgangsmeister. Super Levi.
Für mehr als 650 Master standen am ersten März-Wochenende die Deutschen Meisterschaften "Lange Strecke" in Stuttgart auf dem Programm. Auch in diesem Jahr präsentierten sich die Aktiven in starker Form und stellten mehr als ein Dutzend neue nationale Bestmarken auf. Und auch ein neuer Europarekord steht nach Abschluss der Titelkämpfe in den Rekordbüchern. Aus Quakenbrück hatte ein Duo den Weg in die baden-württembergische Landeshauptstadt angetreten. Hartmut Lorenz (AK 70) konnte annährend an seine Leistungen auf der Langbahn aus dem Vorjahr anknüpfen. Über die 800m Freistil (13:46,04) belegte er Rang fünf, über 400m Freistil in in guten 6:37,12 Platz 7. Trotz guter Vorbereitung konnte in der AK 55 Heiko Boknecht nicht an seine guten Ergebnisse aus dem Februar anknüpfen. Der prompte Wetterwechsel hatte die Allergie maximal aktiviert und erheblichen Schwächung geführt. So gesehen waren insbesondere 5:45,25 über 400m Lagen und Rang 2 mehr als gut. Jeweils eine Bronzemedaille ging an den doppelten Kurzbahn-Vizeeuropameister über 200m Schmetterling bzw. 200m Brust. Dafür reichte es dennoch.
40. Internationale Deutsche Meisterschaften der Masters Lange Strecken
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