Endlich wieder schwimmen unter Wettkampfbedingungen

Ein halbes Jahr ohne einen irgendeinen Wettkampf. Seit Anfang März gab es keine Möglichkeit, sich mit anderen AthletInnen vergleichen zu können. Bedingt durch die Corona-Krise waren alle Wettkämpfe abgesagt. Der Landesschwimmverband LSN hatte dann im Juli ein neues Wettkampfformat aufgelegt, dass allen niedersächsischen Vereinen die Gelegenheit zum Wiedereinstieg in den Wettkampfbetrieb geben sollte. So waren die QTSV-Aktiven äußerst gespannt, wo sie nach Monaten ohne bzw. mit nur eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten stehen würden. 

Mit den sog. LSN Sommer-Cup bot sich hierzu eine gute Gelegenheit. Geschwommen wird der Cup in drei Runden. Die erste Runde ist ein inoffizieller Wettkampf, der innerhalb des Trainings, aber als Wettkampf geschwommen wird. Die zweite Runde wird auf Bezirksebene in einem Freibad auf einer 50m Bahn ausgetragen. Hier qualifizieren sich die vier besten Teams aus jedem der vier niedersächsischen Regierungsbezirke. In Runde drei treten die Sieger aus Runde 2 gegeneinander ein. Das Ganze wird als Team geschwommen, das aus fünf weilblichen und fünf männlichen Aktiven besteht. Jedes Mitglied muss mindestens einmal und darf maximal dreimal starten. Zu schwimmen sind je neun Strecken, also in Summe 18. Die Zeiten werden nach der sog. Rudolph-Tabelle bewertet und aufaddiert. Die erste Runde trug jeder Verein für sich selber während des Trainings oder in einer zusätzlich dafür vorgesehenen Zeit statt. Sie konnte auf einer 25m und 50m Bahn ausgetragen werden.

 

Als eines von 41 Teams auch Niedersachsen nahm auch die QTSV-Schwimmabteilung an diesem kurzweiligen und durchaus attraktiven Format teil. Christina Tapken, Isabell Schevzov, Severine Schmitz, Lidia Hackmann, Ulrike Nestmann, Till Küthe, Yannick Riepe, Stefan Middendorf, Pavel Schevzov und Heiko Boknecht hatte Trainer Christian Gärtner für das Team aufgestellt. Einige weitere Schwimmer nutzen darüber hinaus den Wettkampf, um ebenfalls unter "Druck" zu schwimmen. Insgesamt kam das Team auf 59 Punkte, was Rang 6 in Weser-Ems und Rang 16 in Niedersachsen bedeutete. Die Platzierung trat dabei jedoch eher in den Hintergrund und es überwog eindeutig die Freude darüber, endlich wieder unter Wettkampfbedinugngen zu schwimmen.

Die beste Leistung schwamm Stefan Middendorf über 50m Freistil (0:24,44/10 Punkte), gefolgt von Ulrike Nestmann (50m Brust/0:36,31/6 Punkte. Till Küthe schwamm sogar über 50m Schmetterling einer inoffizielle neue Bestleistung (0:30,42) und überzeugte auch über 100m Freistill (1:01,11). Sehr stark präsentierte sich auf Lidia Hackmann u.a. mit 1:04.02 über 100m Freistil oder 2:37,78 über 200m Lagen. Yannick Riepe sprintete 50m Rücken in 0:31,48. Gut drauf waren auch Heiko Boknecht (100m Schmetterling/1:06,32) und Pavel Schevzov (50m Brust/0:33,97). Am Ende waren alle froh, dabei gewesen zu sein und zu wissen, wie ihr Leistungsstand ist.