Gold beim ersten Saisonhöhepunkt

Mit zwei Jahren Verzögerung konnten nun am vergangenen Wochenende in Solingen die 36. Deutschen Meisterschaften der Masters auf den langen Strecken ausgetragen werden. In den zurückliegenden Jahren war die dreitägige Veranstaltung international ausgeschrieben. Immerhin 9 Vereine aus Litauen, Luxemburg, der Schweiz, Tschechien und Österreich nutzen neben 189 deutschen Teams die Möglichkeit, sich mit anderen "zu messen". Mit 1.053 Einzel- und Staffelmeldungen wurden etwas überraschend eine sehr gute Resonanz erzielt. Die 530 Teilnehmer verteilten sich gut im Sportbecken und dem angrenzenden Sportbad. Siegerehrungen wurden in der angrenzenden Sporthalle der "Klingenhalle" durchgeführt. Viel los und richtig stark war die Konkurrenz in den älteren Altersklassen ab AK 50 aufwärts. Die AK20 bis 30 war auf den langen Strecken lange nicht so beliebt wie auf der Kurzbahn. Die aufgestellten 26 neuen Rekorde wurden bis auf drei Ausnahmen ab AK 50 aufgestellt. Genau eine Woche nach den Norddeutschen Masters-Meisterschaften zogen die nationalen Meisterschaften nur zwei QTSVer an.

36. Internationale Deutsche Meisterschaften der Masters Lange Strecken_3

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Am ersten Wettkampf machte sich Hartmut Anneken morgens an die 1.500m Freistil. Nachmittags an die 800m Freistil. Auf der Langdistanz kam er in 20:29,54 nicht ganz an seine Zeit aus der Vorwoche in Berlin heran, belegte hier einen sehr guten vierten Platz. 800m Freistil beendete in 10:45,63 und schlug als Sechster in seiner Altersklasse (50) an. Am zweiten Wettkampftag reichte es über 400m Lagen trotz einer Leistungsteigerung von vier Sekunden gegenüber der Vorwoche in 5:32,85 für Heiko Boknecht "nur" zu Platz 4. Im letzten Einzelwettkampf am dritten Wettkampf schlug er dann in 2:49,91 über 200m Brust als Schnellster an und sicherte sich somit den Titel in der Altersklasse 50. Also ein perfekter Abschluss einer insgesamt etwas "drögen" Veranstatlung, der sowohl der Sprecher mit etwas mehr Elan als auch die Orga mit mehr (Musik-)Klang durchaus mehr Pepp hätten verleihen können. Der DSV würde zudem gut daran tun, die etwas suboptiomale Wettkampffolge endlich zu ändern. Die guten Meldezahlen sind in erster Linie auf den  Austragungsort in NRW und die höhere Teilnahme aus diesem Landesverband zurückzuführen.